In eigener Sache: Bilanz 2021 bis 2026
Fünf Jahre für die Interessen älterer Menschen in Wilhelmshaven
SENIORENBEIRAT ZIEHT BILANZ SEINER AMTSZEIT
Nach fünf Jahren endet am 31. Oktober 2026 die Amtszeit des Seniorenbeirats der Stadt Wilhelmshaven. Zeit für einen Rückblick auf eine arbeitsreiche Phase – mit vielen Erfolgen, aber auch ein paar dicken Brettern, die noch zu bohren sind.
Die Rahmenbedingungen waren alles andere als üppig: Mit gerade einmal 1.000 Euro Budget im Jahr und ohne eigenen Raum war von den Mitgliedern jede Menge Kreativität und Improvisationstalent gefordert.
Dennoch hat sich der Beirat durchgebissen: Ein wichtiger Meilenstein war die – auch mit Hilfe der lokalen Presse erkämpfte – beratende Teilnahme an den Ratsausschüssen. So konnten Senioren-Interessen endlich auf den Tisch gebracht werden, bevor Entscheidungen gefällt wurden.
Was der Beirat auf die Beine gestellt hat
Ein Hauptaugenmerk lag auf der Vernetzung mit Verbänden und Initiativen rund um die Themen Alter, Pflege, Wohnen und Gesundheit. Gemeinsam mit Partnern gab es ein buntes Programm:
- Digital fit im Alter: Kostenlose Smartphone- und PC-Kurse sowie eine digitale Sprechstunde. Unser Dank gehört den Kursleitern Jörg Herrmann, Dr. Franz Köster und Dr. Uwe Weithöner für das große und vorbildliche Engagement.
- Sicherheit & Vorsorge: Erste-Hilfe-Kurse, Online-Banking-Schulungen und Infos zum sicheren Wohnen.
- Highlights: Ein Wohn-Talk mit Bremens Ex-Bürgermeister Henning Scherf, ein Treffen zum Land-Ärztemangel mit Niedersachsens Sozialminister Dr. Philippi und die Aktion „Sicher wohnen – sicher leben“ mit dem Landesseniorenrat.
Konkrete Anliegen: Wo der Schuh wirklich drückt
Der Beirat hat sich nicht in Theorie verloren, sondern konkrete Alltagsprobleme angepackt:
- Stolperfallen und fehlende abgesenkte Bordsteine (vor allem bei Altenheimen).
- Der Wunsch nach mehr Ruhebänken im Stadtgebiet.
- Fahrsicherheitstrainings und der Anstoß für einen aktuellen Seniorenwegweiser.
Nicht alles hat geklappt: Ein offizieller Altenhilfeplan für Wilhelmshaven lässt weiterhin auf sich warten. Auch die geplante Orientierungs-App „Gut versorgt in Wilhelmshaven“ blitzte vorerst ab.
Blick nach vorn: „Es gibt noch viel zu tun“
Für das Gremium steht fest: Die Arbeit wird in Zukunft eher mehr als weniger. Demografischer Wandel, bezahlbarer Wohnraum, Einsamkeit und die rasante Digitalisierung (bis hin zu KI im Alltag) sind Riesenthemen, die aktiv mitgestaltet werden müssen.
„Wir haben in den fünf Jahren einiges bewegt und Themen auf die Tagesordnung gebracht – auch wenn wir uns manche Möglichkeit erst mühsam erkämpfen mussten“, fasst die stellvertretende Vorsitzende Evelyn Klibert zusammen. „Dass wir trotz schmalem Geldbeutel viel geschafft haben, liegt auch an dem starken Netzwerk, das wir aufbauen konnten.“
Für den nachfolgenden Beirat wünscht sich das Team Rückenwind und ausreichend Rückhalt aus der Politik:
Seniorenpolitik ist keine Randaufgabe, sondern betrifft unsere gesamte Stadtgesellschaft.
Der Beirat bedankt sich herzlich bei allen Partnern, Politikern und ganz besonders bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Unterstützung der letzten fünf Jahre!
Wir gedenken unseres verstorbenen Mitglieds Günter Hinrichs.
Auf dem Bild unten ist unser ehemaliges Mitglied Christel Kleinow nicht dabei, sie war jedoch in ihrer aktiven Zeit eine tragende Säule unserer Arbeit. Sie wird dem neu gewählten Seniorenbeirat wieder angehören. Wir wünschen ihr und allen anderen Gewählten günstige Winde und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Siehe auch: Webauftritt bei der Stadt Wilhelmshaven - Hauptseite - Aktuelles